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Talente in der Beruflichen Bildung: Durchstarten mit dem TiBB-Stipendium: Unsere Stipendiat*innen berichten

Noch immer erhalten Ausbildungsberufe weniger Anerkennung als akademische Bildungswege. Höchste Zeit, das zu ändern – finden nicht nur unsere vier TiBB-Stipendiat*innen.

Mit dem BMFTR-geförderten Projekt „Talente in der Beruflichen Bildung (TiBB)“ unterstützt die Hans-Böckler-Stiftung motivierte und engagierte Nachwuchskräfte mit monatlich 300 Euro zusätzlich zur Ausbildungsvergütung, Bildungsangeboten, Sprachkursen, einem Auslandsaufenthalt und einem starken Netzwerk. In unserer Video-Reihe berichten vier TiBB-Stipendiat*innen, was sie motiviert, was Azubis brauchen und wie sie das TiBB-Stipendium auf ihrem persönlichen Weg unterstützt.

TiBB-Stipendiatin Diana

Was brauchen eigentlich Azubis? Mehr Wertschätzung für ihre Arbeit, meint unsere Stipendiatin Diana. Und dass Ausbildungsberufe endlich die gleiche Anerkennung bekommen wie akademische Bildungswege. 

Diana macht ihre Ausbildung zur Erzieherin. Kein leichter Job, wie sie findet. Immer wieder begegnen ihr im Alltag Vorurteile gegenüber ihrer Arbeit. Dabei übernimmt sie jeden Tag viel Verantwortung, betreut Kinder mit all ihrem Fachwissen und prägt sie dabei in einer ganz entscheidenden Entwicklungsphase. Für die 22-Jährige ist klar, dass sich das auch in der Ausbildungsvergütung ausdrücken muss. 

Die finanziellen und damit zeitlichen Freiräume durch das TiBB-Stipendium nutzt sie für ihr politisches Engagement. 

TiBB-Stipendiat Julian

Wer eine Ausbildung auf dem Bau macht, der hat einen geringeren Bildungsstand? Klischees wie dieses ärgern unseren Stipendiaten Julian. Denn sie sind nicht nur falsch, sondern zeigen, dass Ausbildungsberufe immer noch nicht ausreichend Wertschätzung bekommen. 

Julian macht seine Ausbildung zum Rohrleitungsbauer. Ein verantwortungsvoller Beruf, findet der 17-Jährige – schließlich hängen von angehenden Fachkräften wie ihm weite Teile unserer Infrastruktur ab. Grund genug, den Arbeits- und Lebensbedingungen von Auszubildenden mehr Beachtung zu schenken, sagt Julian. 

Als Mitglied der Jugend- und Auszubildendenvertretung und in seiner Gewerkschaftsjugend setzt sich Julian deswegen aktiv für die Interessen von Auszubildenden ein. Jetzt möchte er auch andere junge Menschen dazu motivieren, sich über Fördermöglichkeiten zu informieren. 

TiBB-Stipendiatin Aylin

Engagiert in Ausbildung und Ehrenamt? Wie viele junge Menschen findet unsere Stipendiatin Aylin das ganz selbstverständlich. Denn ihr Engagement in einem Verein für krebskranke Kinder zeigt ihr immer wieder aufs Neue, dass ihr Einsatz sich lohnt. 

Aylin macht eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in einer großen Stadtverwaltung. Für sie ist klar: Egal ob Straßenreinigung oder Reisedokumente – ohne die Verwaltung läuft gar nichts. Und auch im Job liegt der 21-Jährigen die Arbeit mit Menschen besonders am Herzen. Denn hinter jeder Akte steht eine persönliche Geschichte. 

In der Hans-Böckler-Stiftung traf sie auf eine Community von Stipendiat*innen, die sich genau wie sie mit viel Einsatz gesellschaftlich einbringen.  

TiBB-Stipendiat Nils

Nach der Schule weiter die Schulbank drücken? Nichts für unseren Stipendiaten Nils. Nach seinem Abitur entschied er sich für eine Ausbildung zum Kaufmann für Verkehrsservice bei der Deutschen Bahn. Damit erfüllte er sich nicht nur einen Kindheitstraum, sondern auch den Wunsch nach einer praxisnahen Ausbildung. 

Der Job als Zugbegleiter ist für Nils mehr als nur Tickets kontrollieren: Jeden Tag übernimmt er viel Verantwortung – egal, ob für das Wohlergehen seiner Fahrgäste oder im Team. Dabei muss er viel Fingerspitzengefühl beweisen, zum Beispiel wenn Verspätungen die Arbeitsabläufe erschweren. Klar, dass es für den 20-Jährigen auch nach seiner Ausbildung weitergehen soll: Mit einer Weiterbildung zum Zugchef möchte er in Zukunft noch mehr mitgestalten.

In der Hans-Böckler-Stiftung traf er auf junge Leute, die genau wie er beruflich etwas erreichen wollen.